Opas Tricks

waren zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts die Ren­ner auf Par­tys und an Stamm­ti­schen.
Heu­te kennt sie nie­mand mehr.


  • Die dres­sier­ten Streich­höl­zer

    Die Vor­füh­rung dres­sier­ter Tie­re vom Löwen bis her­ab zum Floh ist etwas All­täg­li­ches gewor­den. Der Reiz etwas Beson­de­ren dürf­te auf der Vor­füh­rung einer Dres­sur­num­mer lie­gen, in der schein­bar leb­lo­se Gegen­stän­de Leben bekom­men und sich dem Wil­len des Men­schen in ihren Bewe­gun­gen fügen.

    Acht Streich­höl­zer, deren der Künst­ler für die Vor­füh­rung bedarf, schwim­men auf einem mit Was­ser gefüll­ten Tel­ler. Zunächst wer­den sie strah­len­för­mig um einen frei­en Raum von der Grö­ße eines Zwei­mark­stücks inmit­ten der Was­ser­flä­che grup­piert. Der Künst­ler taucht sei­nen Zau­ber­stab an die­ser Stel­le ins Was­ser un sagt „Kommt!“ Die Höl­zer kom­men her­an­ge­schwom­men. Er zieht den Zau­ber­stab aus dem Was­ser und taucht ihn aufs neue mit dem Wor­te „Flieht!“ ein, und die Höl­zer flie­hen.

    Lösung

    Der Künst­ler hat sich den Zau­ber­stab aus einem geroll­ten Papier­stab gefer­tigt. In das eine Ende steck­te er ein Stück Zucker, in das ande­re Ende ein Stück Sei­fe. Der Zucker saugt das Was­ser an, sobald er mit ihm in Berüh­rung kommt. Die Sei­fe stößt im Was­ser eine Fett­schicht ab, die sich auf dem Was­ser­spie­gel schnell aus­brei­tet.

    Im ers­te­ren Fall wer­den die Streich­höl­zer ange­zo­gen, im ande­ren abge­sto­ßen. Das Umdre­hen des Zau­ber­sta­bes für die ver­schie­de­nen Wir­kun­gen wer­den die Zuschau­er kaum bemer­ken, ihm auch kei­ne Bedeu­tung bei­mes­sen. Das ist das gan­ze Geheim­nis der „Dres­sur“!