Opas Tricks

waren zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts die Ren­ner auf Par­tys und an Stamm­ti­schen.
Heu­te kennt sie nie­mand mehr.


  • Zehn Bet­ten für elf Gäs­te

    Ein Wirt hat­te in sei­nem Gast­hau­se zehn Bet­ten für die Ein­keh­ren­den zur Ver­fü­gung.
    Als eines Tages elf Per­so­nen gleich­zei­tig Unter­kunft ver­lang­ten, jede aber ein Bett für sich allein haben woll­te, erklär­te der Wirt, es sei ihm unmög­lich, die Gäs­te unter der gestell­ten Bedin­gung beher­ber­gen zu kön­nen.

    Da erbot sich ein fin­di­ger Geschäfts­rei­sen­der, den Beweis anzu­tre­ten, dass bei geschick­ter Ver­tei­lung auch die elf­te Per­son unter­ge­bracht und jeder Gast ein Bett für sich allein bekom­men kön­ne

    Er leg­te zehn Streich­höl­zer auf den Tisch, die die Bet­ten dar­stell­ten, und ver­teil­te auf die­se die Gäs­te, die er mit Mün­zen mar­kier­te.
    Das ers­te Bett beleg­te er zunächst mit zwei Gäs­ten, der drit­te Gast kam in das zwei­te Bett, der vier­te Gast in das drit­te Bett usw.; der zehn­te Gast bekam dem­zu­fol­ge das neun­te Bett ange­wie­sen.

    Dann hol­te der Pfif­fi­kus den einen der bei­den Gäs­te aus dem ers­ten Bett und über­wies ihm als elf­tem Gast das zehn­te Bett.

    Es lag also in jedem Bett jetzt nur einer!

    Der Wirt erklär­te sich mit der augen­schein­li­chen Beweis­füh­rung ein­ver­stan­den und freu­te sich im Stil­len des geschäft­li­chen Vor­teils, der ihm in Zukunft aus der bes­se­ren Aus­nut­zung der zehn Bet­ten erwach­sen wer­de.

    Erklärung

    Der Rei­sen­de hat­te den Wirt mit einem Trug­schluss düpiert, der bei der wirk­li­chen Bele­gung der zehn Bet­ten mit den elf Gäs­ten zuta­ge kom­men muss­te.
    Der elf­te Gast im zehn­ten Bett war einer von zehn (nicht elf) Gäs­ten. Bei rich­ti­ger Ver­tei­lung muss­te er Bett 1 bekom­men.

    Man wird sich leicht über­zeu­gen kön­nen, dass auch ande­re Leu­te als der Wirt durch den Trug­schluss sich täu­schen las­sen.